Qualifizierung - eine Form von Fort- und Weiterbildung

Sind Berufsausbildung oder Studium abgeschlossen und ist der Fuß in der Tür eines Unternehmens, gilt es, nicht nur den aktuellen Wissensstand zu halten, sondern diesen durch Qualifizierung auszubauen.

In Zeiten angespannter wirtschaftlicher Lage und hoher Arbeitslosenquoten ist der Wunsch nach Qualifizierung - d. h. Verbesserung der Qualifikation - vor allem bei den Mitarbeitern, verständlich und nachvollziehbar. Jeder Unternehmer tut gut daran, diesen Wunsch zu unterstützen und eine gefällige und finanzierbare Form von Fort- oder Weiterbildung zu ermöglichen, unterstreicht er doch damit seine Absicht, gutes Personal ans Unternehmen zu binden und dessen Stand zu festigen.

Qualifizierungsmöglichkeiten gibt es genug. Diese sollten sich in allererster Linie - falls vom Arbeitgeber unterstützt - an den Erfordernissen und an der Bedarfssituation des Unternehmens orientieren. Macht der Unternehmer z. B. die Personalplanung für das kommende Jahr und stellt er fest, dass Mitarbeiter aus der mittleren Ebene zum Nachrücken ausgewählt werden sollten, weil Führungskräfte das Haus verlassen oder in Ruhestand gehen, so gilt es, frühzeitig die Weichen zu stellen und die infrage kommenden Arbeitnehmer als potenzielle Nachrücker zu qualifizieren. Dies kann übrigens auch durch ganz konkrete Aufstiegsfortbildungen erzielt werden, die dazu dienen, nach mehrjähriger Berufstätigkeit innerhalb des Unternehmens sich zusätzlich zu qualifizieren. Diese sogenannten Aufstiegsfortbildungen, eine Sonderform von Qualifizierung, sind meistens durch Kammern (wenn es sich z. B. um die Meisterprüfung handelt) oder durch Bund und Länder (z. B. Fachhochschulen oder Unis) festgelegt.

Denkbar ist aber auch eine wissenschaftliche Qualifizierung, wenn es darum geht, z. B. innerhalb der Abteilung Forschung und Entwicklung gute Kräfte fortzubilden. Diese Form richtet sich meistens an Mitarbeiter mit akademischen Bildungshintergrund, also abgeschossenem Studium. Das erworbene Wissen soll aktualisiert werden und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen in das künftige Tagesgeschäft einfließen.

Die infrage kommenden Angebote sind bei den unterschiedlichen Institutionen, z. B. bei den Industrie- und Handelskammern, bei privaten Anbietern sowie an allen Hochschulen einsehbar und abrufbar. Dort wird über sämtliche Details informiert.

21. Dezember 2010